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Letzte Bearbeitung: 30.11.2018

Die Versuche

Am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg werden freilebende Rotkehlchen gefangen, um sie grausamen Experimenten auszusetzen! Und dies seit mindestens 14 Jahren! In einem einzelnen Versuch mussten 92 Rotkehlchen leiden. Die Tiere werden mehrfach einzeln in einen kleinen Kasten gesetzt, der mit speziellem Papier ausgekleidet ist. Bei seinen vergeblichen Flugversuchen in die ihm angeborene Zugrichtung hinterlässt der Vogel Kratzspuren, die von den Experimentatoren ausgewertet werden. Dann werden die Vögel starken Magnetfeldern ausgesetzt, um ihren Navigationssinn zu stören und sie orientierungslos zu machen. In einem anderen Versuchsprojekt werden 40 Rotkehlchen geköpft, um ihre Augennetzhäute zu untersuchen.

Diese und andere Versuche an Singvögeln wie Gartengrasmücken und Steinschmätzer werden am Institut für Biologie und Umweltwissenschaften der Universität Oldenburg durchgeführt. 

Allein das Einfangen und die Käfighaltung sind bereits mit erheblichem Stress und Angst für die Tiere verbunden. Die natürlichen Bedürfnisse der normal in Freiheit lebenden scheuen Wildtiere werden extrem missachtet. Dabei lässt sich das Zugverhalten von Vögeln ethisch vertretbar auch durch nicht-invasive Methoden untersuchen, beispielsweise durch Beobachtungen im Freiland. 

Gebäude der Uni Oldenburg für Tierversuche an Zugvögeln

Auf dem Campus der Uni Oldenburg wurde extra für die Tierversuche zum Magnetsinn von Zugvögeln dieses Holzhaus ohne magnetische Bauteile gebaut.

Foto: Ärzte gegen Tierversuche e.V.

Gerät für Tierversuche an Zugvögeln

In drei Räumen steht jeweils so ein Gestell, in dem ein Magnetfeld erzeugt werden kann. In jedem Gestell befinden sich 9 trichterförmige Käfige, in die jeweils ein Vogel gesetzt wird.

Fotoquelle: S. Schwarze et al., Frontiers in Behavioral Neuroscience 2016

Bei seinen verzweifelten Flugversuchen hinterlässt der Vogel Kratzspuren an dem Papier, das die Wände des sogenannten Emlen-Trichters auskleidet.

Fotoquelle: Wikimedia Commons

Sicher ist es interessant, herauszufinden wie Zugvögel navigieren. Niemand hat etwas gegen Neugier als Triebfeder der Grundlagenforschung, solange keine Lebewesen dabei zu Schaden kommen. Letztendlich geht es den Experimentatoren aber darum, Fachartikel zu veröffentlichen, was das Maß aller Dinge in der Wissenschaftswelt ist. Leid und Tod von Tieren sind jedoch keinesfalls zu rechtfertigen! 

Das muss aufhören! Tiere dürfen nicht länger dem Forscherdrang geopfert werden! 

Die Kampagne

Am 28. November 2018 haben wir gemeinsam mit der Organisation PeTA 35.000 Unterschriften an die Uni Oldenburg übergeben! Herzlichen Dank an allem dier hierzu beigetragen haben!

Aktion gegen Tierversuche an Rotkehlchen

Weitere Infos

Stellungnahme (2018): Tierversuchen an Rotkehlchen >>

Stellungnahme (2007): Volkswagenstiftung sponsert Singvogelmord >>  

Auch PeTA setzt sich für das Ende der grausamen Vogelversuche ein. 

 

 

Die Natur ist ein Teil von uns. Wir brauchen sie. Unverletzt. (weiter zu YouTube.com)

Quellen

(1) S. Schwarze et al: Weak broadband electromagnetic fields are more disruptive to magnetic compass orientation in a night-migratory songbird (Erithacus rubecula) than strong narrow band fields. Frontiers in Behavioral Neuroscience 2016: 10:55. Doi: 10.3389/fnbeh.2016.00055
(2) P. Bolte et al.: Localisation of the putative magnetoreceptive protein cryptochrome 1b in the retinae of migratory birds and homing pigeons. PLoS One 2016: 11(3). Doi: 10.1371/journal.pone.0147819
(3) A. Günther et al.: Double-cone localization and seasonal expression pattern suggest a role in magnetoreception for european robin cryptochrome 4. Current Biology 2018: 28(2); 211-223

Deutschsprachige Beschreibungen der Versuche in unserer Datenbank-Tierversuche.de